Persönliche Schlussreflexion

  • Was habe ich in Bezug auf meiner persönlichen Lernziele erreicht?

Ich wollte vor allem meine Kompetenzen im E-Learning-Bereich erweitern. Ich hatte noch nie etwas von einer PLE gehört oder mich mit Kursmanagementsystemen oder Lernplattformen beschäftigt. Ich bin aber davon überzeugt, dass ich in meinen zukünftigen Unterricht auf jeden Fall eine Lernplattform einbinden möchte. Ich habe in meinem Studium Ilias oder digicampus kennengelernt und habe es selber als Lernende sehr zu schätzen gelernt, alle wichtigen Dokumente, Fristen oder Ergebnisse online abrufen zu können. Das möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern ebenfalls ermöglichen.

  • Welche äusserlichen Faktoren haben mich in meinem Lernprozess gefördert oder behindert?

Für mich war der BUA ECDL-Intensivkurs sehr hilfreich. In dieser Woche habe ich viele Inhalte gelernt, die ich im LIN:K Modul wieder gebraucht habe. Allerdings war der Start im LIN:K Modul für mich dadurch eine Wiederholung. Es wäre sinnvoll gewesen, einzelne Tasks nicht noch einmal machen zu müssen…

  • Welche Lernstrategien und –Techniken konnte ich erfolgreich einsetzen, was hat sich weniger bewährt und weshalb?

Für mich ist meine alt bewährte Lernstrategie immer noch die, die sich am meisten bewährt habe. Ich konnte zum Beispiel das E-Book L3T nicht am PC lesen. Ich musste die Seiten ausdrucken und die für mich wichtigen Dinge markieren oder herausschreiben. Für mich waren die Videoclips sehr hilfreich, weil ich viele Lerninhalte durch das Anschauen wiederholen konnte und die Videos sehr anschaulich waren.

  • Wie hat sich der Lernprozess auf meine Unterrichtspraxis ausgewirkt?

Für meinen zukünftigen Unterricht möchte ich in jedem Fall eine Lernplattform einbinden. Somit habe ich die Möglichkeit alle wichtigen Dokumente online bereit zu stellen und den Schülern Videoclips oder wichtige Links bereitzustellen. Die Schüler haben somit aber auch die Möglichkeit Dokumente oder Filme/Bilder, die sie im Unterricht oder in Projekten erstellt haben, online abzulegen. Somit haben die Schüler ein Datenpool zur Verfügung und können immer darauf zugreifen.

  • Was sind meine nächsten Lernschritte?

Der nächste Lernschritt für mich wäre es, einen eigenen Kurs für meine zukünftige Klasse in Moodle oder in Ilias zu erstellen. Des Weiteren wäre es für mich noch wichtig, meine digitalen Materialien für den Unterricht, die ich online finden kann, zu organisieren.

  • Was ich sonst noch zu sagen habe zu diesem LIN:K-Modul

Das LIN:K-Modul war für mich ein sehr lehrreiches Modul. Allerdings war es schade, dass ich in den langen Kurs MUSSTE, da das Kurzmodul immer zeitgleich zur Mathematik-Didaktik stattfand. Ich muss abschliessend leider sagen, dass die Präsenzzeit für mich oft sehr langatmig war und ich mich gefragt habe, was wir heute eigentlich gelernt haben. Dies wäre wahrscheinlich nicht der Fall gewesen, wenn ich im Kurzmodul gewesen wäre.

WIKI

Ich hab mich heute das erste Mal damit auseinandergesetzt ,wie man ein Wiki erstellen kann. Wir haben in Angewandter Erzeihungswissenschaften eine Einführung zu diesem Thema bekommen. Auf der Lernplattform ILIAS kann man sehr einfach eine solche Web 2.0- Anwendung erstellen.

Für mich stellte sich aber während dieser Einführung eine ganz einfache Frage: Was ist denn eigentlich so ein Wiki? Warum weiß ich denn eigentlich nicht, was das ist, immerhin kenne ich ja Wikipedia schon seit ewigen Zeiten. Ist ein Wiki denn ein Eintrag in Wikipedia?

Naja, als ich mich ein wenig damit auseinandersetzte, kam ich aber ziemlich schnell zu folgender Definition:

Kurzform für WikiWiki oder WikiWeb, ein offenes Autorensystem für Webseiten. Wiki sind im World Wide Web veröffentlichte Seiten, die von den Benutzern online geändert werden können. Im Gegensatz zu HTML wird mit einer vereinfachten Syntax gearbeitet, die ein leichtes Ändern der Inhalte ermöglicht. (aus: Wirtschaftslexikon)

Bei meiner Internet-Recherche zu dem Thema, wie man ein Wiki erstellen kann fand ich einen sehr hilfreichen Artikel: Wikis erstellen

Für diejenigen, die gerne Videos anschauen, habe ich hier eines zum Thema „Wikis erstellen“ gefunden:

Ich denke, dass das Erstellen eines Wikis auch für die Schule ein sehr wertvolles System sein kann. Es ist leicht zu handhaben und von jeder Person online zu bearbeiten. Wikis zeigen dabei jede Menge Vorteile:

  • die Benutzung ist für alle Beteiligten sehr einfach, es müssen keine Programme installiert werden und die Bedienung ist sehr schnell zu lernen
  • die Arbeit der Schüler kann von aussen sichtbar gemacht werden (Wikis sind online zu finden)
  • die Teamarbeit wird gefördert und auch gefordert
  • der Lehrer wird zum Berater oder Coach und das selbstgesteuerte Lernen tritt in den Vordergrund
  • die Schüler müssen im Prozess selbst lernen, Inhalte zu strukturieren und sich selbst zu organisieren

Weiterhin kann das Erstellen eines Wikis auch sehr motivierend sein, man kann seinen Wiki-Link Freunden oder der Familie schicken und somit seine Arbeit „einsehbar“ machen.

Wie Schüler ein Wiki erstellen lernen, zeigt diese Seite: Schüler erstellen Wikis

Blogging

Blog – Kommentare – Leser – Links – Artikel – Blogsphäre – Domain – taggen – Dashboard

Das sind alles mehr oder weniger neue Begriffe für mich … alle schonmal irgendwo und irgendwie gehört, aber selber nie damit auseinandergesetzt…

Bis jetzt kenne ich nicht viele Blogs, den einzigen, den ich wirklich verfolgt habe war der von Jonas Reckermann, der den Weg zu den Olympischen Spielen 2012 beschreibt und der hier zu finden ist: http://www.brinkreckermann.de/

Ich als angehende Mathematik- und Sportlehrerin frage mich natürlich auch, wie ich neue Lernmethoden und -medien in meinen Unterricht einbinden kann und welche Vor- und Nachteile das bringen kann. Und (das klingt jetzt vielleicht ein wenig phrasenhaft, aber es ist tatsächlich so) mir ist sofort etwas dazu eingefallen J Vor Kurzem habe ich in der Fachdidaktik Mathematik eine Unterrichtssituation vorstellen müssen, in dem ein Schüler mit sehr guten schriftlichen Leistungen große Probleme hat, sich mündlich zu äußern und dadurch natürlich schlechte mündliche Leistungen erbringt. Wir diskutierten im Seminar über die Gründe von dieser Diskrepanz zwischen schriftlichen und mündlichen Leistungen von Schülern und mögliche Ansatzpunkte, wie einem solchen Schüler geholfen werden kann. Letztendlich ging es in der Diskussion um die Förderung des Sprachverstehens und der sprachlichen Produktivität im Mathematikunterricht, da auch in naturwissenschaftlichen Fächern das Produzieren von Sprache mit zum Lernprozess dazu gehört und das Lernen ohne Sprache auch in der Mathematik nicht stattfinden kann.

Hierzu fand ich einen interessanten Abschnitt über „Reisetagebücher“ bei Gallin und Ruf (Gallin, P. & Ruf, U. (1991). Sprache und Mathematik in der Schule (2. Aufl.). Zürich: Verlag Lehrerinnen und Lehrer Schweiz.). In diesem Buch erklärten die zwei Pädagogen, dass Schüler, die große Schwierigkeiten mit der Kommunikation im Mathematikunterricht hatten, große Erfolge mit dem Schreiben von „Reisetagebücher“ erzielen konnten. In diesen Tagebüchern reflektierten Schüler ihre Erfahrungen mit dem Fach Mathematik im Allgemeinen, mit ihren Gefühlen dem Lehrer und dem Unterricht gegenüber, mit den Aufgaben, die sie bearbeiteten und den Weg, den sie beim Bearbeiten von Aufgaben beschritten. Solche „Reisetagebücher“ oder Lerntagebücher können auch in Form von Blogs geschrieben werden. Die Schüler können dann sofort die für sie lehrreiche Links, Videos oder Artikel mit in ihren Blog-Eintrag einbinden. Sie können den Lern-Blog ihrer Mitschüler kommentieren oder „liken“ und nach und nach andere Lerntools wie Podcasts oder Videos einbauen. Somit kann der Lerngegenstand auf eine andere, neue und den Schülern interessante Art und Weise kommuniziert werden.

Auch für das Fach Sport kann ich mir durchaus vorstellen ein „Ausdauerblog“ in den Unterricht zu integrieren, in dem jeder Schüler für sich eine Art Tagebuch schreibt, in dem er die Trainingseinheiten, die er zum Thema Ausdauer durchführt, dokumentiert und sein Befinden und vieles mehr aufschreibt.

Somit sehe ich also für mich viele Möglichkeiten allein das Bloggen mit in den Unterricht zu integrieren!!!

Wer einen weiteren sehr interessanten Artikel zum Thema „Bloggen in der Schule“ lesen will, kann hier klicken!